Deutsche-Bank-Chef Breuer: Suchen nicht nach neuem Fusionpartner - DER SPIEGEL
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Deutsche-Bank-Chef Breuer Suchen nicht nach neuem Fusionpartner

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Rolf Breuer, will in seinem Management keinen Fehler für das Scheitern der Fusionsgespräche zwischen seinem Kreditinstitut und der Dresdner Bank ausgemacht haben. Er schiebt der Dresdner den schwarzen Peter zu.
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Frankfurt am Main - "Die Deutsche Bank ist auf Zukunftskurs", resümierte Breuer während der Bilanzpressekonferenz. Das Kreditinstitut rechnet für das laufende Geschäftjahr 2000 mit einem neuen Rekord. Der Vorsteuergewinn habe in den ersten drei Monaten bereits um mehr als 50 Prozent zugelegt. 1999 hatte der Branchenprimus mit einem Konzernüberschuss von 2,6 Milliarden Euro den höchsten Gewinn seiner Geschichte erzielt.

Vor diesem Hintergrund sieht Breuer nach dem Platzen der Fusion mit der Dresdner Bank keinen akuten Handlungsdruck für sein Haus. "Wir handeln aus einer Position der Stärke und gehen weiter unseren Weg", betonte der Chef des größten deutschen Geldhauses. "Wir sind somit nicht auf der Suche nach einem neuen Fusionspartner." Auch an einen bleibenden Imageschaden will der Vorstandsvorsitzende nicht glauben.

Für Breuer geht der Abbruch der geplanten Fusion mit der Dresdner Bank allein auf das Konto des kleineren Partners. Der Verkauf der Dresdner-Investmenttochter Kleinwort Benson in London habe "im Interesse der Aktionäre sowohl der Dresdner Bank wie auch der künftigen Deutschen Bank" gelegen, so Breuer. In allen anderen Verhandlungspunkten seinen sich die beiden Geldhäuser einig gewesen.

"Ein Verkauf in Gänze hätte den Wert von Kleinwort Benson erhalten", betonte Breuer. Das Londoner Investmenthaus wäre ein "Juwel" geblieben, wenn es ungeteilt weiterhin seinen Erfolg hätte fortsetzen können. "Dies wurde aus einer Fülle von auch technischen Gründen nicht akzeptiert."

Ein wesentlicher Teil des Wertschöpfungskonzeptes der Fusion sei mit dieser Haltung in Frage gestellt worden. Selbst das Angebot einer Teilintegration habe die Dresdner Bank verweigert. "Damit wurden die Ziele der Fusion - größere Kundenzufriedenheit, sichere Arbeitsplätze und mehr Wert für den Aktionär - gefährdet", so Breuer.