Deutsche Bank Dax-Vorstände warnen vor Übernahme
Berlin - Die Finanzvorstände mehrerer Dax-Firmen hätten am Donnerstag vor einer Woche bei einem Treffen im Kanzleramt erklärt, Deutschland brauche bei den Großbanken weiter einen nationalen Champion, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf politische Kreise. An dem Gespräch seien neben Telekom-Finanzchef Karl-Gerhard Eick und Werner Brand von SAP auch Vorstandsmitglieder von Münchner Rück, Allianz, DaimlerChrysler und Siemens beteiligt gewesen. Dem Bericht zufolge hatte Schröder die Manager eingeladen, um mit ihnen über volkswirtschaftliche Fragen zu diskutieren. Dabei hätten mehrere Beteiligte vor einer Übernahme der Deutschen Bank durch eine US-Großbank gewarnt. Die Teilnehmer selbst wollten sich gegenüber der "FTD" nicht zum Inhalt des Gesprächs äußern.
Am Montag vergangener Woche hatte das Bundesfinanzministerium einen Bericht dementiert, wonach die US-Bank JP Morgan bei der Bundesregierung die Chancen für eine Übernahme der Deutschen Bank ausgelotet habe. Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, J.P. Morgan habe mit einer Anfrage Interesse an einer Übernahme der Deutschen Bank signalisiert. Seit längerem kursieren immer wieder neue Spekulationen um Übernahmen und Fusionen bei den drei deutschen Großbanken Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank.