Deutsche Bank: Gerling verhagelt die Quartalsbilanz - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Gerling verhagelt die Quartalsbilanz

Der angeschlagene Versicherer Gerling hat der Deutschen Bank im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein kräftiges Minus beschert. Nur durch den Verkauf einzelner Geschäftsteile konnten die Deutschbanker verhindern, dass der Verlust noch größer wurde.
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Frankfurt am Main - Nach Steuern erwarten die Frankfurter für das erste Quartal 2003 ein negatives Ergebnis in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Ursächlich für den Verlust seien vor allem Wertberichtigungen und Abschreibungen, hieß es in einer ad-hoc-Mitteilung. Danach beliefen sich die außerordentlichen Belastungen im ersten Quartal auf insgesamt 725 Millionen Euro.

In der Summe enthalten seien Netto-Verluste in Höhe von rund 625 Millionen Euro, zu denen unter anderem auch Abschreibungen auf Beteiligungen an nicht-börsennotierten Unternehmen, etwa am Gerling-Konzern, gehören. Die genannten Belastungen wurden teilweise durch Nettogewinne in Höhe von rund 500 Millionen Euro kompensiert, die durch den Verkauf einzelner Geschäftsfelder erzielt wurden.

Bereinigt dürfte es dank der anhaltenden Ertragsstärke der Kerngeschäftsfelder bei 950 Millionen Euro liegen, hieß es. Die Abschreibungen auf "Available for Sale"-Wertpapiere beziffert die Bank auf knapp 400 Millionen Euro, die auf Private-Equity-Beteiligungen sowie auf Goodwill auf jeweils 100 Millionen Euro. Die vollständigen Ergebnisse für das erste Quartal werden am 30. April veröffentlicht.

Analysten zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. "Die Abschreibungen sind heftig. Eine Gewinnwarnung in der Höhe habe ich nicht erwartet", sagte Georg Kanders von der WestLB Panmure, der seine Einstufung für die Aktie von von "Outperform" überprüft. "Immerhin scheint das operative Geschäft im Rahmen der Prognosen zu liegen". Lediglich der Gewinn vor Steuern in Höhe von 225 Millionen Dollar für das Quartal liege leicht über den Erwartungen.