Deutsche Bank: US-Banken umwerben Ackermann - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank US-Banken umwerben Ackermann

Mögliches Top-Angebot aus den USA: Deutsche-Bank-Chef Ackermann gilt einem Fernsehsender zufolge als Kandidat für den vakanten Chefposten bei der Citigroup. Auch Merrill Lynch könnte Interesse an dem Spitzenmanager haben.
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New York - Der Chefposten bei der angeschlagenen Citigroup ist gerade erst frei geworden - da könnte der Nachfolger schon feststehen. Wie der US-Sender CNBC berichtet, wird Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann als Kandidat für das Amt gehandelt. Auch Merrill Lynch umwerbe den 59-jährigen Topmanager.

Die Deutsche Bank erklärte, sie wolle sich zu Marktgerüchten nicht äußern. Ackermanns Vertrag läuft bis 2010. Danach werde er "sicher nicht in den Aufsichtsrat wechseln", hatte Ackermann einmal in einem Interview erklärt. Dem SPIEGEL sagte er Ende Januar, dass er spätestens 2010 abtreten werde. Nach seiner Amtszeit wolle er Erfahrungen weitergeben, an der Universität oder im gesellschaftlichen Bereich.

Der gebürtige Schweizer Ackermann ist allerdings nicht der einzige Kandidat für die Besetzung der amerikanischen Banken-Posten. Neben ihm werden dem Bericht zufolge auch Larry Fink, Vorstandschef bei BlackRock, Morgan-Stanley-Chef John Mack, der Chef der New York Stock Exchange, John Thain, sowie der Verwaltungsratsvorsitzende der American International Group, Bob Willumstad, als Kandidaten gehandelt.

Vergangenes Wochenende war Citigroup-Chef Charles Prince nach weiteren Abschreibungen in Milliardenhöhe wegen der US-Immobilienkrise zurückgetreten. Die größte Bank der Welt hatte einen zusätzlichen Abschreibungsbedarf von acht bis elf Milliarden Dollar bekanntgegeben. Das Institut hatte schon vorher 6,5 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit faulen Krediten abgeschrieben.

Auch den Chef der Investmentbank Merrill Lynch, Stan O'Neal, hatte die US-Immobilienkrise den Job gekostet. Merrill Lynch, einer der größten Finanzdienstleister der Welt, hatte im dritten Quartal über acht Milliarden Dollar abschreiben müssen.

wal/AP/dpa-AFX