Deutsche Bank: Wie die Vorstände abkassieren - DER SPIEGEL
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Deutsche Bank Wie die Vorstände abkassieren

Die Wertsteigerung für ihre Aktionäre sollen Manager der Deutschen Bank eigentlich im Blick haben - aber wirklich reich geworden sind vor allem die Vorstände selbst. Ihre Gehälter stiegen seit 1998 um 350 Prozent.
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Hamburg - Die Gehälter der Deutschen-Bank-Vorstände haben sich seit dem Jahr 1995 mehr als verachtfacht: Jedes Mitglied des höchsten operativen Gremiums der Bank verdiente im vergangenen Jahr im Schnitt fast 16 Millionen Mark. Der Grund: Seit 1998 beteiligt das Geldhaus seine Vorstände verstärkt am Erfolg des Unternehmens, schließlich sind Vorstandschef Rolf Breuer und sein Nachfolger Josef Ackermann vehemente Vertreter des Shareholder-Value.

Die Wertsteigerung für Aktionäre sei oberstes Ziel, versicherten beide Manager immer wieder. Doch seither hat die Deutsche Bank vor allem ihre Vorstände reich gemacht. Deren Gehälter sind seit 1998 um mehr als 350 Prozent gestiegen, der Aktienkurs kletterte dagegen nur um knapp 40 Prozent. Das Ergebnis des vergangenen Jahres ist darüber hinaus durch den Verkauf wertvoller Beteiligungen verzerrt.

Vor allem hat sich die Deutsche Bank von Allianz-Aktien im Wert von über vier Milliarden Mark getrennt. Diese Anteile hatten die Vorgänger von Breuer und Co. einmal als strategisches Investment angeschafft. Zieht man alle außerordentlichen Erträge in Höhe von 6,1 Milliarden Mark vom Ergebnis des größten deutschen Instituts ab, bleibt für das Jahr 2000 ein Gewinn von 7,1 Milliarden Mark. Zur Berechnung der Vorstandstantiemen aber wurde der Gewinn aus den Verkäufen natürlich berücksichtigt.