Deutsche Börse: Seifert sucht neue Kooperationspartner - DER SPIEGEL
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Deutsche Börse Seifert sucht neue Kooperationspartner

Nach der gescheiterten Fusion der europäischen Börsenplätze sucht Deutsche-Börse-Chef Werner Seifert offenbar nach Verbündeten in den USA: Angeblich will er sich an der US-Technologiebörse Nasdaq beteiligen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Zwischen der Deutschen Börse AG und der Nasdaq würden alle Möglichkeiten der Kooperation diskutiert, erklärte ein Berater, der nicht genannt werden möchte, gegenüber manager-magazin.de. Zur Diskussion stünden sämtliche Varianten - von der kleinen Allianz bis zur kompletten Fusion beider Handelsplätze. Entscheidend für das Gelingen einer Kooperation sei allerdings eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie die deutsch-amerikanische Börsenallianz eine zusätzliche Wertsteigerung für ihre Aktionäre schaffen könne.

Ein Aufsichtsrat der Deutschen Börse AG zeigte sich überrascht. Dieses Thema sei im Kontrollgremium nicht diskutiert worden, meinte der Kontrolleur gegenüber manager-magazin.de. Bei einer Beteiligung von nur fünf Prozent müsse der Aufsichtsrat allerdings von Vorstandschef Seifert formal nicht informiert werden, sagte der Kontrolleur.

Mit dem bevorstehenden Börsengang am 5. Februar erhält Seifert Aktien als Akquisitionswährung, um das Geschäft zu realisieren. Die Deutsche Börse will den angeblichen Plan weder dementieren noch bestätigen. "Dazu geben wir keinen Kommentar ab", sagte ein Sprecher.