Deutsche Börse Talfahrt geht weiter
Frankfurt - Die Lage an den Börsen sei zwar nicht ganz so schlecht wie das derzeitige Kursniveau. "Dennoch ist eine weitere negative Kursentwicklung an den Märkten nicht auszuschließen", sagte Finanzvorstand Mathias Hlubek am Dienstag in Frankfurt.
Ein weiterer drastischer Kursverfall nach der schon seit Monaten andauernden Talfahrt an den Börsen könnte der sich gut entwickelnden deutschen Aktienkultur einen Dämpfer verpassen, warnte Hlubek.
Von einem weiteren Kurseinbruch wäre möglicherweise dann auch die Deutsche Börse als Organisator und Betreiber der Märkte betroffen. "Vor den kurzfristigen Auswirkungen haben wir uns jedoch nicht zu fürchten", so Hlubek.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Deutsche Börse ein Rekordergebnis eingefahren. Der Konzerngewinn verdreifachte sich auf 220,5 Millionen Euro. Abzüglich außerordentlicher Erträge blieb ein 108 Prozent höherer Überschuss von 146,3 Millionen Euro in der Kasse. Der Umsatz stieg zugleich um fast 50 Prozent auf 702,3 Millionen Euro.
Trotz der guten Zahlen kürzte der Vorstand die Dividendenzahlung in diesem Jahr von acht auf nur noch drei Euro je Aktie. Begründet wurde dies mit neuen Investitionen in den Ausbau des Börsenkonzerns.