Deutsche Exporte: Russischer Markt wächst am schnellsten - DER SPIEGEL
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Deutsche Exporte Russischer Markt wächst am schnellsten

Der Handel mit den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, USA und Japan, geht zurück - dafür entdecken die deutschen Exporteure neue Märkte. Am schnellsten wuchsen im ersten Quartal die Ausfuhren nach Russland.
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Hamburg - Die Ausfuhren gen Osten stiegen in den ersten drei Monaten 2007 auf sechs Milliarden Euro und lagen damit um ein Drittel höher als vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt heute mit. Die Exporte nach Russland wuchsen somit dreimal so schnell wie die gesamten Ausfuhren. Insgesamt verkauften die Unternehmen zu Jahresbeginn Waren im Wert von 238,8 Milliarden Euro ins Ausland - 10,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Immer gefragter sind Produkte "Made in Germany" auch in den EU-Beitrittsländern. Allein Polen bezog im ersten Quartal 2007 rund 28 Prozent mehr Waren aus Deutschland. Der Wert der gelieferten Waren erhöhte sich um 22,7 Prozent auf 25,7 Milliarden Euro. Die Exporte in alle 27 EU-Mitgliedsländer hatten einen Wert von 157,3 Milliarden Euro - ein Plus von knapp 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Zweistellig wuchsen auch die Exporte nach Indien (plus 18 Prozent), in die Schweiz (12,4 Prozent) und nach China (11,8 Prozent). Dagegen ging der Handel mit den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zurück: In die USA wurden 4,9 Prozent weniger geliefert, nach Japan 6,7 Prozent.

Wichtigster Abnehmer deutscher Erzeugnisse bleibt Frankreich. Ins Nachbarland wurden Waren im Wert von rund 24 Milliarden Euro geliefert, ein Plus von 9,2 Prozent. Frankreich ist seit den sechziger Jahren der größte Käufer deutscher Güter. Dort verdienen die Exporteure jeden zehnten Euro.

Auch bei den Importen ist Frankreich Handelspartner Nummer eins. Die Bundesrepublik bezog zu Jahresbeginn Waren im Wert von 16,8 Milliarden Euro von der anderen Rheinseite. Das waren fast zwölf Prozent mehr als im ersten Quartal 2006. Insgesamt erhöhten sich die Einfuhren nach Deutschland um 8,1 Prozent auf 190 Milliarden Euro.

kaz/Reuters/ddp