Deutsche Post: "Aktie Gelb" kostet 21 Euro - DER SPIEGEL
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Deutsche Post "Aktie Gelb" kostet 21 Euro

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wird die Post-Aktie zu einem Preis von 21 Euro ausgegeben. Privatanleger erhalten mindestens 50 Aktien.
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Berlin - Ungeachtet der Börsenturbulenzen hat sich die "Aktie Gelb" der Deutschen Post als Renner bei den Anlegern erwiesen: Sie orderten rund 2,2 Milliarden Aktien, die am Montag in den Handel kommen sollen. Das Papier war damit rund achtfach überzeichnet, wie Deutsche Post und Bundesfinanzministerium mitteilten.

Entgegen aller Spekulationen gehen bei dem größten Börsengang in diesem Jahr in Deutschland rund 50 Prozent an Privatanleger. Privatanleger bekommen mindestens 50 Aktien sowie 35 Prozent ihrer darüber hinausgehenden Nachfrage, versicherte die Deutsche Post.

Die Zuteilung werde nach einheitlichen und fairen Kriterien erfolgen. Anleger, die am 5. September Kunden der Postbank-Gruppe waren und bis einschließlich 19. Oktober 2000 ein Depot bei der Postbank Easy Trade eröffneten, erhalten mindestens 100 Aktien.

Post-Chef Klaus Zumwinkel äußerte sich zufrieden: "Die hohe Nachfrage nach der Aktie Gelb und das lebhafte Interesse an unserem Unternehmen haben eindeutig gezeigt, dass Investoren weltweit die Deutsche Post World Net als einen attraktiven Wert einschätzen". Das Emissionsvolumen ist mit rund 12,9 Milliarden Mark die größte Börseneinführung in diesem Jahr und eine der größten in der Geschichte des deutschen Kapitalmarktes.

Der Ausgabepreis liegt mit 21 Euro eher am oberen Ende der Preisspanne, die 18 bis 23 Euro betragen hatte. Analysten hatten einen Preis von etwa 20 Euro erwartet und mit einer etwa 4,5fachen Überzeichnung gerechnet. Frühzeichner erhielten einen Rabatt von 0,50 Euro und zahlen damit 20,50 Euro.

Beim Börsengang der Post verkauft der Bund als bisheriger Alleinbesitzer Aktien aus einem bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau geparkten Bestand. Angeboten werden 278 Millionen Aktien oder 25 Prozent des Aktienkapitals, dazu kommt eine Mehrzuteilungsoption von bis zu 41,73 Millionen Aktien, womit das gesamte Paket etwa 29 Prozent des Aktienkapitals der Post AG umfasst. Der Milliardenerlös fließt nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vollständig in die Kassen des Bundes.

Die "Aktie Gelb" wurde Privatanlegern in sieben europäischen Ländern angeboten. Neben Deutschland auch Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien. Institutionelle Anleger wurden weltweit angesprochen. Privatanleger einschließlich der Postmitarbeiter orderten rund 450 Millionen Anteilsscheine. 66 Prozent der Nachfrage stammten dabei aus dem Inland. Institutionelle Anleger zeichneten etwa 1,75 Milliarden Aktien.