Deutsche Post Gewinn hängt am Briefporto
Post-Chef Klaus Zumwinkel hat zugegeben, dass die Post nicht auf ihr Briefmonopol verzichten kann. Schon eine Portosenkung um zehn Pfennig würde den ganzen Jahresgewinn aufzehren.
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Köln - "Wir machen bei einem Standardbrief, der 1,10 Mark kostet, elf Pfennig Gewinn," sagte Zumwinkel. Insgesamt habe die Post mit Briefen 1999 eine Milliarde Euro Gewinn gemacht. Eine Portosenkung um zehn Pfennig, wie vielfach gefordert, "würde rein rechnerisch den ganzen Jahresgewinn aufzehren", sagte Zumwinkel dem Magazin "Capital". Faktisch bleibe das Briefporto aber bis 2002 auf dem heutigen Stand.
Die Deutsche Post hält trotz der laufenden Untersuchungen der EU-Wettbewerbshüter und des Streits um das Briefporto am geplanten Börsengang im Herbst fest. Zumwinkel sagte, der Börsengang werde nur im Falle eines "großen Börsencrashs" verschoben. Alle Planungen seien "auf Anfang November gerichtet".