Deutsche Steuerbehörden: Angriff auf die Finca - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Deutsche Steuerbehörden Angriff auf die Finca

Bundesbürger, die im Ausland eine Immobilie besitzen, müssen offenbar mit verstärkten Nachforschungen der Finanzämter rechnen. Vor allem die zahlreichen deutschen Liegenschaften in Spanien hat der Fiskus anscheinend im Visier.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Das Bundesamt für Finanzen habe sich bereits Angaben über die auf dem spanischen Festland und den Balearen ansässigen rund 430.000 deutschen Immobilienbesitzern von ihren Kollegen in Spanien geben lassen, berichtet das Magazin "Finanztest". Die Beamten interessiere vor allem, ob die Besitzer ihr Domizil mit Schwarzgeld finanziert haben.

Doch auch Immobilienbesitzer, die ihr Anwesen mit versteuertem Einkommen gekauft oder gebaut haben, könnten Ärger bekommen, so das Blatt. Die Finanzämter fragten beispielsweise gern nach Mieten, die die Besitzer von Gästen kassierten.

Die Experten weisen darauf hin, dass Mieten in Deutschland in die Steuererklärung gehören - auch wenn Vermieter sie in Italien, Frankreich, Portugal, Griechenland und fast allen anderen europäischen Staaten vor Ort versteuern müssten. Die Steuerschuld in Deutschland erhöhe sich durch den Progressionsvorbehalt meist nur moderat.

Voll in Deutschland versteuern müssten Vermieter dem Bericht zufolge nur die Mieten für Domizile in Spanien, der Schweiz, Finnland und Malta. Im Gegenzug könnten sie die dort gezahlten Steuern von ihren deutschen Finanzämtern verrechnen lassen.