Deutsche Telekom Allianz der Außenseiter
Hamburg - Über das Vorhaben hätten Vertreter beider Unternehmen zuletzt im Dezember verhandelt, berichtete die "Financial Times Deutschland" am Montag. Der Baukonzern Bouygues SA, Saint-Quentin, hatte zuletzt als größter Anteilseigner des Mobilfunkbetreibers erklärt, er suche Partner vor der Ausschreibung der französischen UMTS-Lizenzen. Die Telekom tritt bei dem zum Monatsende startenden Verfahren nicht an.
Auf Nachfrage wollte allerdings keines der beiden Unternehmen etwaige Verhandlungen bestätigen. Bouygues nahestehende Kreise äußerten sich skeptisch. Eine Zusammenarbeit scheine "extrem unwahrscheinlich".
So wie es aussieht, wird eine Allianz von beiden Seiten ohnehin eher als die zweitbeste Lösung angesehen. Im letzten Jahr hatte die Deutsche Telekom schon mehrere Anläufe unternommen, um mit anderen Konsortien auf dem französischen Markt ins Geschäft zu kommen. Auch Bouygues ist bei den Verhandlungen anscheinend mehrgleisig gefahren: Ähnliche Gespräche hätten auch mit dem japanischen Mobilfunkriesen NTT Docomo und der niederländischen KPN stattgefunden, hieß es.
Zuvor waren Versuche Bouygues' gescheitert, sich mit der Telecom Italia über eine Aufstockung ihrer Anteile zu einigen. Der italienische Mobilfunkkonzern hält bereits eine indirekte Beteiligung an dem französischen Mobilfunk-Anbieter.