Deutsche Telekom: Job-Abbau im Eiltempo - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Job-Abbau im Eiltempo

Die Summe war bekannt, neu ist die Hektik: Die Deutsche Telekom will schneller als geplant 30.000 Stellen eliminieren - fast die Hälfte davon im kommenden Jahr.
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Bonn - Von Schuldenabbau und Sparen ist bei der Telekom seit Monaten die Rede. Selbst der geschasste Chef Ron Sommer versuchte sich am Ende seiner Amtszeit als Sanierer zu inszenieren. Sein Interims-Nachfolger Helmut Sihler hat den Schuldenabbau zur Hauptaufgabe erklärt, kann aber bisher wenige Erfolge vorweisen. Einer Studie der Rating-Agentur Standard & Poor's zufolge haben Telekom-Konzerne wie Sonera oder BT ihre Bonität in den vergangenen zwölf Monaten deutlich stärker verbessert als die Deutsche Telekom.

Nun aber will der Deutsche Konzern seine Kosten schneller reduzieren als geplant - zu Lasten der Belegschaft. Nachdem in diesem Jahr 7200 Stellen in der Festnetzsparte T-Com abgebaut werden sollen, würden bereits im nächsten Jahr weitere 14.000 Stellen wegfallen, teilte das Unternehmen mit. Bis 2005 sollen noch weitere 8300 Jobs gestrichen werden. Die Telekom verlagert den Schwerpunkt der Einschnitte damit auf das Jahr 2003. Bisher war ein langsamerer, gleichmäßigerer Abbau von Jobs vorgesehen.

Ein Telekom-Sprecher betonte, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Das Unternehmen wolle den Stellenabbau sozialverträglich durch die Streichung offener Stellen, die konsequente Nutzung der Fluktuation und Anpassung der Fremdvergabe bewältigen. Auch sollten bisherige Mitarbeitern in die von der Telekom mit der Gewerkschaft Verdi vereinbarte Personalserviceagentur transferiert werden. Im besten Fall könnten die Mitarbeiter aus dieser Agentur schnell zu neuen Arbeitgebern weiter vermittelt werden.

Ziel der Personalabbaus ist der Abbau der Schulden, die sich auf 66 Milliarden Euro summieren. Bei der Telekom waren Ende 2001 insgesamt weltweit 257.000 Mitarbeiter beschäftigt, rund 118.000 davon bei der Festnetzsparte T-Com.