Deutsche Telekom: Kleinaktionär reicht Klage ein - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Kleinaktionär reicht Klage ein

Der Telekom droht eine neue Klagewelle. Kleinaktionäre wollen den Telefongiganten zur Rücknahme seiner Aktien zwingen.
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Hamburg - Die Rechtsanwälte Hans-Joachim Wiebe und Jens-Peter Gieschen wollen am Donnerstag beim Landgericht Frankfurt Klage gegen den Telefonkonzern einreichen. "Die Deutsche Telekom hat in ihrem Börsenprospekt den Wert ihrer Immobilien vorsätzlich falsch bewertet", sagte Wiebe gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Telekom solle per Gerichtsurteil dazu gebracht werden, die Aktien der dritten Tranche zum Ausgabepreis zurückzunehmen.

Die Aktien der dritten Tranche waren im Juni 2000 zu einem Preis von 66,50 Euro ausgegeben worden. Seitdem ist der Kurs der Aktie abgestürzt. Am Mittwoch lag er bei 24,64 Euro.

Bisher handele es sich nur um einen Streitwert von 33.000 Mark, da sich bislang nur ein Mandat zur Klage entschieden habe. "Es könnten aber bis zu 250 weitere Klagen folgen", sagte Wiebe. Die Verjährungsfrist für weitere Klagen endet am 21. August.

Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit längerem wegen des Verdachtes der Überbewertung des Immobilienvermögens gegen die Telekom. Das Unternehmen hatte im Februar den Wertansatz für ihre Immobilien um 2 Milliarden Euro herabgesetzt. Seit einigen Wochen wird auch wegen einer mögliche Falschbewertung des technischen Vermögens ermittelt.

Nach Einsicht der Bonner Ermittlungsakten gibt sich Rechtsanwalt Wiebe nun siegessicher. "Wir werden den Prozess gewinnen."