Deutsche Telekom Milliardengeschäft in Aussicht
Hamburg - Es gebe Signale, die darauf hindeuteten, dass die Regierung so entscheide, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Gesellschafterkreise des Konkurrenzkonsortiums Ages. An diesem seien unter anderem der britische Mobilfunkkonzern Vodafone sowie Aral und Shell beteiligt.
Noch sei die Entscheidung nicht gefallen. Das Bundesverkehrsministerium werde Anfang kommender Woche entscheiden, mit welchem Konsortium die Schlussverhandlungen geführt würden, schreibt das Wirtschaftsblatt unter Berufung auf Regierungskreise. Die Vertragsunterzeichnung sei für Anfang Juli geplant.
Die vom Transportgewerbe bekämpfte streckenbezogene Lkw-Maut wird ab 2003 erhoben. Es sei aber unwahrscheinlich, dass die elektronische Erhebung zu diesem Zeitpunkt starte. Alternativ sei der Verkauf über Tankstellen, Automaten und das Internet vorgesehen.
Die Telekom habe sich zu der anstehenden Entscheidung nicht äußern wollen. Der Konzern benötige jedoch das Fünf-Milliarden-Euro-Projekt dringend. Konkurrent Ages habe sich offiziell optimistisch gegeben. Das Unternehmen betreibe seit 1995 in Deutschland und den Niederlanden das Abrechnungs- und Zahlungssystem für die streckenunabhängige Lkw-Eurovignette, sagte ein Sprecher.