Deutsche Telekom: Schwerer Gewinneinbruch - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Schwerer Gewinneinbruch

Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Die Deutsche Telekom musste im abgelaufenen Geschäftsjahr drastische Gewinneinbußen hinnehmen. Vor allem die sinkenden Telefontarife verhagelten die Bilanz.
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Bonn - Durch den Margenverfall sei der Konzernüberschuss gegenüber 1998 um eine Milliarde Euro auf 1,2 Milliarden Euro geschrumpft, teilte die Telekom am Donnerstag in einem Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr mit. Die Aktionäre werden allerdings nicht unter dem Gewinnrückgang leiden. Die Dividende soll wie vorgesehen 0,61 Euro je Aktie betragen.

Die Telekom-Kunden seien durch günstigere Tarife 1999 um drei Milliarden Euro entlastet worden, hieß es. Dennoch habe das Unternehmen den Umsatz mit 35,3 Milliarden Euro (plus 0,3 Prozent) verglichen mit dem Vorjahr praktisch konstant gehalten. Dafür sorge zum einen der Boom in den Wachstumssparten Mobilfunk und T-Online, zum anderen sei dies auf die Internationalisierung zurückzuführen.

So wurden die britische Mobilfunkfirma One2One und die österreichische max.mobil zum ersten Mal in der Bilanz berücksichtigt. Ohne die Akquisitionen sei der Umsatzrückgang mit drei Prozent wesentlich moderater ausgefallen als zu Jahresbeginn erwartet. Beide Unternehmen hätten mit "Anlaufverlusten" und Goodwill-Abschreibungen die Ertragslage der Telekom mit 0,4 Milliarden Euro belastet.

Die Zahl der Telekom-Beschäftigten sank bis Ende Dezember um vier Prozent auf 172.900 Menschen. Im Gesamtkonzern (einschließlich One2One und max.mobil) lag die Zahl der Mitarbeiter bei knapp 195.000.

Glänzend entwickelten sich 1999 die Wachstumssparten T-Mobil (D1) und T-Online. Die Zahl der D1-Neukunden kletterte um 3,6 Millionen auf einen Stand von 9,1 Millionen. Der Marktführer Mannesmann Mobilfunk (D2) hatte Ende Dezember 9,5 Millionen Kunden in seinem Netz. Europaweit kam die Telekom einschließlich der Joint Ventures in Osteuropa auf 20 Millionen Kunden.

Die Zahl der T-Online-Kunden erhöhte sich 1999 den Angaben zufolge um 54 Prozent auf 4,2 Millionen Kunden.