Deutsche Telekom: Sommer übt Zuversicht - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Sommer übt Zuversicht

Telekom-Chef Ron Sommer gibt sich optimistisch, dass sich die T-Aktie erholen wird. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Abwertung des Immobilienbesitzes wies er erneut entschieden zurück.
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Hannover - Die Anschuldigungen wegen der bilanziellen Immobilien-Abbewertung seien nicht haltbar: Sie widersprächen dem Streben der Telekom nach Bilanzehrlichkeit und richtiger Darstellung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse, sagte Sommer am Dienstag in Hannover. Für die Vermögensbewertung seien renommierte Wirtschaftsprüfer und Experten hinzugezogen worden.

Die Bilanzkorrektur spiegele sogar das Prinzip der kaufmännischen Vorsicht wider: "Wir haben in diese Neubewertung alle uns vorliegenden Informationen und Einschätzungen - auch von dritter Seite - eingearbeitet und sind uns sicher, dass das Ergebnis alle bekannten Einflussgrößen angemessen reflektiert", so der Telekom-Chef.

Mit ganzer Kraft will sich Sommer dafür einsetzen, dass die Telekom an den Märkten wieder angemessen bewertet wird. "Es ist uns leider nicht gelungen, uns von der allgemeinen, negativen Marktentwicklung gegenüber den Technologiewerten abzukoppeln", sagte Sommer.

Bei der Präsentation der aktuellen Produkte für das mobile Internet kündigte die Telekom an, bis zum Jahresende mindestens 2,5 Millionen Kunden mit dem schnellen Internetzugang DSL ausrüsten zu wollen. Nach eigenen Angaben hat die Telekom davon schon 400.000 Anschlüsse eingerichtet und weitere 450.000 verkauft.

Sommer zeigte sich auch zuversichtlich, dass die VoiceStream-Übernahme gelingen wird. Nach der Zustimmung der US-Aktionäre sei er noch optimistischer, die Transaktion unter Dach und Fach zu bringen. Gemessen am derzeitigen Aktienkurs liege der Kaufpreis deutlich unter der Summe für vergleichbare Übernahmen. Dies bestätige auch die Strategie, die T-Aktie als Akquisitionswährung einzusetzen.

Nach der Integration von VoiceStream und der ebenfalls zu übernehmenden Gesellschaft Powertel in das Tochterunternehmen T-Mobil sei dann auch wieder der Weg frei für deren möglichen Börsengang. Grundvoraussetzung sei jedoch eine deutliche Erholung an den Kapitalmärkten.

Die Deutsche Telekom präsentierte zwei Tage vor der Cebit auch vorläufige Geschäftszahlen. Demnach steigerte sie im abgelaufenen Jahr den Konzernüberschuss um 4,6 Milliarden auf 5,9 Milliarden Euro. Dazu hätten maßgeblich die Verkäufe von Beteiligungen an "Wind" und "Global One" sowie der Börsengang von T-Online beigetragen. Die endgültigen Zahlen werden am 24. April in Bonn präsentiert.