Deutsche Telekom Sommer will Umsatz bis 2004 verdoppeln
Berlin - "Damit wird sich der Umsatz bis 2004 insgesamt verdoppelt haben", erklärte Sommer bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen am Rande der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Auch beim Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) werde das durchschnittliche jährliche Wachstum zweistellig ausfallen und sich das Wachstumstempo damit verdoppeln.
Insbesondere der Zukauf der beiden US-Mobilfunktöchter VoiceStream und Powertel mache dies möglich. Sommer versprach, dass die beiden neuen US-Töchter der Telekom bereits im kommenden Jahr in den USA schwarze Zahlen schreiben werden.
Erneut bedauerte der Telekom-Chef den Kurssturz der T-Aktie. "Mich schmerzt außerordentlich, was in den vergangenen Wochen mit der T- Aktie geschehen ist", sagte er am Dienstag bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in Berlin. Diese unerfreuliche Entwicklung verdecke völlig die Tatsache, dass das Unternehmen im operativen Geschäft unübersehbar auf Erfolgskurs sei. Mittelfristig würden sich Substanz und Qualität auch an den Kapitalmärkten durchsetzen. Sommer zeigte sich überzeugt, dass die T-Aktie mittel- bis langfristig stärker steigen wird als der Markt.
Seine Zuversicht begründet Sommer mit einem Fünf-Punkte-Programm zur Steigerung von Wachstum und Profitabilität. Mit der Umsetzung sei bereits begonnen worden, sagte der Telekom-Chef. Es gehe allerdings nicht mehr um Umsatzzuwachs um jeden Preis. Vielmehr stehe qualitatives Wachstum im Mittelpunkt.
Vorgesehen sei zum einen eine Initiative zur systematischen Qualitätsverbesserung. Ferner ergreift die Telekom Maßnahmen zur Steigerung des operativen Ergebnisses. Dazu zählten eine Verbesserung der EDV-Abläufe, weitere Personalanpassungen und ein aktives Schuldenmanagement, betonte Sommer.
Die Verbindlichkeiten sollen unter anderem durch den Verkauf von Randaktivitäten bis Ende 2002 um rund 15 Milliarden Euro verringert werden. Außerdem sollen die Telekom-Töchter künftig besser in den Gesamtkonzern integriert werden, um vor allem mit den neu konsolidierten Beteiligungen Synergien im Konzern zu nutzen. Unter anderem sollen die Unternehmen der Gruppe in Osteuropa zu den einzelnen Konzernsäulen zugeordnet, unternehmensübergreifende Produkte etwa im Mobilfunk eingeführt und die Entwicklung globaler Marken forciert werden.
Als letzten Punkt des Programms nannte Sommer eine Produkt- und Innovationsoffensive, innerhalb derer bereits auf der Ifa zahlreiche Neuigkeiten vorgestellt würden. Ein zentraler Innovationsträger sei der künftige Mobilfunkstandard UMTS.