Deutsche Telekom: Sonera verkaufte heimlich - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Sonera verkaufte heimlich

Lange vor Ablauf der ursprünglich vereinbarten Haltefrist hat der finnische Telefonkonzern Sonera einen beachtlichen Teil seiner Telekom-Aktien abgestoßen. Als das Papier abstürzte, wurden die heimlichen Verkäufe beendet.
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Mit Zustimmung der Deutschen Telekom verkaufte die Dresdner Bank im Juni und Juli in aller Stille rund 21 Millionen T-Aktien aus dem Portfolio des hoch verschuldeten finnischen Konzerns. Insgesamt hatten die Finnen im Frühjahr rund 84 Millionen T-Aktien als Gegenleistung für ihren Anteil an dem US-Mobilfunkbetreiber VoiceStream erhalten.

Erst als die Deutsche Bank am 7. August 36 Millionen Aktien des früheren VoiceStream-Großaktionärs Hutchison Whampoa auf den Markt warf, wurden die heimlichen Verkaufsaktionen abrupt beendet. Denn anders als bei den Aktivitäten der Dresdner Bank, die keinen eindeutigen Einfluss auf den Telekom-Kurs hatten, stürzte die T-Aktie nach den Verkäufen der Deutschen Bank fast lotrecht ab.

Obwohl die Börsenkapitalisierung des Telefonriesen inzwischen sogar unter das jetzt mit 70,5 Milliarden Euro bezifferte Eigenkapital abgesackt ist, scheint Besserung vorerst nicht in Sicht. Zumindest die Finnen haben bereits angekündigt, im letzten Quartal dieses Jahres ihre verbliebenen 51 Millionen T-Aktien auf den Markt zu bringen. Nach den heimlichen Verkäufen stehen sie allerdings nicht mehr so stark unter Druck. Denn mit den Erlösen von rund 600 Millionen Euro aus den letzten Verkäufen kann Sonera einen im Oktober fälligen Kredit in Höhe von gut 800 Millionen Euro jetzt ohne größere Probleme ablösen.