Deutsche Telekom: Spekulanten drücken Aktienkurs - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom Spekulanten drücken Aktienkurs

Seit fast einem Jahr kennt der Aktienkurs der Deutschen Telekom nur eine Richtung: abwärts. Gerüchte über massive Leerverkäufe machen die Runde.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - "Seit etwa fünf Monaten wird die Telekom-Aktie schon leer verkauft", schätzt Werner Stäblein, Analyst bei der BHF-Bank. Leerverkäufe sind Verkäufe von Aktien, die noch gar nicht im Besitz des Verkäufers sind. Derzeit, so Stäblein, leihen sich Börsenhändler Telekom-Aktien, verkaufen diese - und kaufen mit dem Erlös VoiceStream-Aktien.

Sobald der VoiceStream-Kauf über die Bühne geht (Ende Mai oder Juni), erhalten die VoiceStream-Aktionäre Telekom-Aktien - und pro Aktie 30 Dollar in bar. Der Leerverkauf hat sich dann wahrscheinlich gelohnt. Schön für die Profis, doch für den Kleinanleger bedeutet es, dass die Telekom-Aktie scheinbar unaufhaltsam fällt. Wenn alle Aktien verkaufen und sich keine Käufer finden, fällt der Kurs.

Am 13. März werden die VoiceStream-Aktionäre über das Übernahmeangebot der Telekom entscheiden. "Dann ist die Kuh halbwegs vom Eis", schätzt Stäblein. Trotzdem werde sich der Kurs innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht nachhaltig erholen. "Wer die Aktie im Zuge der dritten Tranche vergangenen Juli für 60 Euro gekauft hat, für den gibt es bis auf weiteres keine Hoffnung."