Deutsche Telekom: US-Telefonfirma Sprint wird verkauft - DER SPIEGEL
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Deutsche Telekom US-Telefonfirma Sprint wird verkauft

Die Deutsche Telekom geht an ihr Tafelsilber. Um Schulden zu tilgen, wird der Anteil an Sprint verkauft.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kansas City - Die US-Telekommunikationsfirma Sprint hat bei der US-Wertpapieraufsicht beantragt, 152 Millionen Aktien des Unternehmens, die der Deutschen Telekom und der France Télécom gehören, verkaufen zu können. Die Käufer des Aktienpakets werden die Option haben, bis zu 22,8 Millionen zusätzliche Aktien zu erwerben, teilte Sprint am Mittwoch mit. Wird die Option vollständig ausgeübt, besäßen Deutsche Telekom und France Télécom keine Sprint-Aktien mehr.

Am Sonntag war bekannt geworden, dass die Deutsche Telekom in diesem Jahr Beteiligungen und Immobilien im Wert zwischen 14 und 19 Milliarden Euro verkaufen will. Die Einnahmen sollen dem Abbau der Schulden dienen.

Ein Sprecher der Telekom hatte auf die bekannte Strategie des Unternehmens hingewiesen, sich von Bereichen zu trennen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten. Zur Höhe etwaiger Erlöse oder deren Verwendung wollte er sich nicht näher äußern.

France Télécom will nach Angaben von Sprint ihre 75,9 Millionen Aktien anbieten und garantiert den Unterzeichnern eine Mehrzuteilungsoption für weitere 11,4 Millionen Aktien. France Télécom hält 9,9 Prozent der Anteile. Der Verkauf sei Teil des Plans, nicht strategisches Anlagevermögen zu verkaufen, um die Schulden des Unternehmens zu verringern. Das Angebot soll im Verlauf des ersten Quartals getätigt werden.