Deutsche Warenhaus AG: Arcandor-Großaktionär attackiert Metro-Chef - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Deutsche Warenhaus AG Arcandor-Großaktionär attackiert Metro-Chef

Der Vorstoß von Metro-Chef Eckhard Cordes, Karstadt und Kaufhof zusammenzulegen, war überraschend - entsprechend groß ist nun die Kritik: Nach Informationen des SPIEGEL unterstellt der Arcandor-Aufsichtsratschef dem Metro-Chef bei seinen Plänen Kalkül.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Als "unmoralisches Angebot" kritisiert Arcandor-Aufsichtsratschef Friedrich Carl Janssen den überraschenden Vorstoß von Metro-Chef Eckhard Cordes zur Bildung einer Deutschen Warenhaus AG. Hinter der Idee, die Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof zusammenzulegen, ist nach Ansicht von Janssen eine "sehr durchsichtige Taktik" zu erkennen.

"Herr Cordes strebt keine Branchenlösung an, sondern verfolgt eigene Konzerninteressen", zitiert der SPIEGEL den Kölner Bankier, der den Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim vertritt.

"Die Grundprämisse des Metro-Vorschlags", so Janssen weiter, sei "der Konkurs von Arcandor" und der sei "für die Allgemeinheit letztlich teurer als die geforderten Staatshilfen".

Großaktionär Sal. Oppenheim sperrt sich allerdings nicht grundsätzlich gegen Fusionsverhandlungen mit der Metro AG. "Wir sind nicht gegen einen Zusammenschluss", versicherte Janssen gegenüber dem SPIEGEL. Doch der könne "nicht unter Druck vollzogen werden, sondern nur in ehrlichen Gesprächen auf Augenhöhe".

Mehr lesen über