Devisen-Wagen
Uns ist so ungefähr der halbe Schweinebestand Westfalens angeboten worden, wenn wir Wohnwagen liefern«, versicherte der freundliche hochgewachsene Herr in dem eleganten Wagen.
Es war keine Limousine, die mit Schwarz-Benzin in Richtung Nordsee brauste. Es handelte sich um ein kleines Wohnhaus auf Rädern, das auf der Export -Messe steht. »Wir wollen von dem üblichen Wohnwagenbau abgehen. Wir verwenden nicht einfach Holzschindeln, sondern haben als Außenverkleidung Leichtmetall, darunter eine Isolierschicht von Glaswolle, und innen ist das Ganze mit elegant getöntem Sperrholz verkleidet.«
Dr. Greffenius, Spiritus rector der Fabrik aus Elze, lächelte verbindlich. Sein neugeschaffener Wohnwagen in Stromlinienform, mit zwei modern eingerichteten Zimmern und einer Küche, ist so eine Art Schwarz-Villa. Wer sich die Anschaffung des Wagens für 20 000 RM leisten kann, hat zusätzlichen Wohnraum, der nicht der Erfassung durch das Wohnungsamt unterliegt.
Vorläufig ist der Greffenius-Wohnwagen für den Export gedacht. Die Firma hält in Europa eine Monopolstellung und hofft, allerlei Devisen hereinbringen zu können. Nachgefragt haben bereits Holland, Frankreich, Schweden und die Schweiz.
Leute, die viel unterwegs sein müssen, sind an dem Wagen als rollendes Hotel und Büro interessiert. Wenn sie nicht auf Reisen sind, stellen sie den Wagen in Ihren Garten und haben außerdem Wohn- und Schlafraum für ihre Gäste.
Wohnraum - nicht bewirtschaftet
Man löst das Rätsel in Elze