Devisenmarkt Euro fällt unter 89 US-Cent
Frankfurt am Main - Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Mittwochvormittag mit Kursen um 0,889 Dollar gehandelt. Der Dollar verteuerte sich damit auf knapp 2,20 Mark. Bei 0,8878 Dollar je Euro entsprach ein Dollar in London bereits 2,2030 Mark.
Händlern zufolge kämpfte die europäische Einheitsdevise im frühen Geschäft mit der Marke von 0,8910 Dollar. Da diese nun gefallen ist, rückten schnell die historischen Tiefststände bei 0,8845 Dollar ins Visier. "Der Markt will das Low noch einmal sehen", meint ein Charttechniker.
Die Stimmung für den Euro sei extrem schlecht und sämtliche Argumentationsketten würden gegen ihn verwendet. Eine mögliche Zinserhöhung der EZB am Donnerstag werten Devisenhändler dahingehend, dass die Notenbanker damit die europäische Konjunktur abwürgen könnten. "Das Wachstum in den USA hat eine ganz andere Qualität", so ein Analyst. Daher würden Anlagen in Dollar präferiert.
Aber auch wenn die EZB ihre bisherigen Refinanzierungssätze bestätige, würde der Devisenmarkt dies mit dem Argument der Zinsdifferenz negativ interpretieren. "Die EZB ist in einem richtigen Dilemma, egal was sie machen wird, dem Euro wird sie kaum helfen können", sagt ein Händler.