Devisenmarkt: Euro profitiert von offener US-Wahl - DER SPIEGEL
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Devisenmarkt Euro profitiert von offener US-Wahl

Die Zweifel am Wahlsieg von George W. Bush haben dem Euro geholfen. Händler gehen davon aus, dass es nun sogar erneute Stützungskäufe der Europäischen Zentralbank geben könnte.
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London/Frankfurt am Main - Der Euro hat am Mittwochmorgen einen Teil seiner Verluste zum Dollar wieder wettgemacht, nachdem der zunächst prognostizierte Sieg des republikanischen Kandidaten George W. Bush bei der US-Präsidentenwahl wieder in Frage stand. Zuvor war der Euro auf den tiefsten Stand seit einer Woche bei Kursen von 0,8540 Dollar gefallen. Am Vormittag kletterte die Gemeinschaftswährung wieder auf Kurse um 0,858 Dollar.

"Keiner weiß, wer diese Wahl gewonnen hat - und das kann noch die nächsten Tage so weitergehen", sagte Tony Norfield von der ABN Amro Bank in London. Unter dem Eindruck eines angenommenen Bush-Sieges habe es deutliche Euro-Verkäufe gegeben, doch vielleicht sei es jetzt besser, die Währung zu halten. Von Bush versprechen sich die Finanzmärkte deutliche Steuersenkungen und eine unternehmerfreundliche Politik, was als positives Signal für die Aktienmärkte und den Dollar gewertet wird. Volkswirte beurteilten die Aussichten für Kurssteigerungen des Euro im Falle eines Bush-Sieges eher negativ. Auch Interventionen unter Mitwirkung einer Bush-Regierung hielten sie für unwahrscheinlich.

Analysten zufolge erwarten Händler weitere EZB-Stützungskäufe für den Euro, wie sie schon am Montag und am vergangenen Freitag stattgefunden hatten.