Dickes Minus: BenQ-Chef bietet Rücktritt an - DER SPIEGEL
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Dickes Minus BenQ-Chef bietet Rücktritt an

Erst schickte er die deutsche Tochter in die Insolvenz, dann wollte sich BenQ-Chef Ken Yao Lee selbst in Rente schicken: Wegen des schlechten Geschäftsjahres 2006 reichte der Taiwanese sein Rücktrittsgesuch ein. Doch der Konzern lässt ihn nicht gehen.
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Taipeh - Der Verwaltungsrat lehnte das Rücktrittsgesuch ab - Lee solle BenQ   lieber so schnell wie möglich in die Gewinnzone zurückführen. Im vergangenen Geschäftsjahr war der BenQ-Verlust auf umgerechnet 626 Millionen Euro gestiegen. Die Gesellschaft begründete dies unter anderem mit der Pleite der deutschen Handy-Tochter.

Im September 2006 hatte BenQ sämtliche Finanzzuschüsse für die im Jahr zuvor übernommende Siemens-Mobilfunksparte gekappt. Die deutsche BenQ rutschte daraufhin in die Insolvenz und stellte Ende des Jahres die Produktion ein. Im Februar wurde bekannt, dass es keine Interessenten mehr für eine Übernahme gibt und das Unternehmen deshalb liquidiert wird.

Nach dem Ausstieg aus dem Deutschlandgeschäft hatte BenQ vergangene Woche für weitere Negativschlagzeilen gesorgt: Die taiwanesische Staatsanwaltschaft durchsuchte die Firmenzentrale in Taipeh und nahm insgesamt sieben Personen vorläufig fest - darunter den Finanzchef des Elektronikkonzerns, Eric Yu. Taiwans Finanzaufsicht untersucht derzeit, ob Top-Manager BenQ-Aktien verkauft haben, bevor das Unternehmen die Pleite seiner deutschen Handy-Sparte bekannt gab.

Besser läuft es für BenQ immerhin beim Umsatz: Den konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr von umgerechnet 3,7 auf 4,5 Milliarden Euro steigern.

joh/dpa