Die Mutter aller Schnäppchen: "Ich bin doch nicht blöd" - DER SPIEGEL
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Die Mutter aller Schnäppchen "Ich bin doch nicht blöd"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Und komm mir ja nicht ohne Tiefpreise nach Hause". Als strenge "Mutter aller Schnäppchen" bewarb Christel Peters für den Elektronikdiscounter Media Markt Fernseher, Waschmaschinen und DVDs. Sie wurde damit das berühmteste Gesicht der "Geiz ist Geil"-Mentalität. In der Werbung erzog die nur 1,50 große Omi ihren Sohn, einen Cowboy-Verschnitt namens Schulze zum "billigen" Leben.

Obwohl die inzwischen 90-jährige Peters schon etliche Jahrzehnte als Schauspielerin auf deutschen Bühnen unterwegs war, brachte ihr erst die Werbespot-Rolle ungeahnte Popularität. Als die "Mutter aller Schnäppchen" bei einem privaten Einkauf beim Konkurrenten Makromarkt von einer Überwachungskamera aufgenommen wurde, machte dieser gleich eine doppelseitige Anzeige in der "BILD-Zeitung" daraus.

Peters wurde es zu viel, sie zog sich aus der Werbung zurück. Ruhig um sie ist es trotzdem nicht geworden: Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie ihre Biographie "Jetzt wird aber Dampf gemacht!". Der Titel ist wörtlich zu nehmen. Als Kind einer Wanderschauspielfamilie stand Peters schon im zarten Alter von vier Jahren auf der Bühne. Neben dem Theater spielte sie in mehreren DEFA-Filmen mit. Nach dem Fall der Mauer folgten Rollen in "Salto Postale", "Ein Fall für Zwei" und "Donna Leon". In dem Film "Sommer vorm Balkon" war sie erst kürzlich im Kino zu sehen. bay