Die reichsten Deutschen: Das Geld liegt auf der Straße - DER SPIEGEL
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Die reichsten Deutschen Das Geld liegt auf der Straße

Wirklich groß gemacht hat er sie, die Spedition, die August Kühne und Friedrich Nagel 1890 als Zweimannbetrieb aus der Taufe hoben. Doch dafür musste Gründerenkel Klaus-Michael Kühne manches Tal der Tränen durchschreiten.
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Hamburg - Was lösen so wohlklingende Namen wie "Mercedes", "Anauticum", "Turicum", "Mediolanum" oder "Ivory Sun" bei Klaus-Michael Kühne aus? Sicherlich nichts Gutes. Er wird nicht umhin kommen, an Fehlkalkulation, Misswirtschaft, Niedergang und nahen Untergang zu denken. An Desaster und Demütigung, kurz: an die größte geschäftliche Niederlage seines Lebens. Denn die Namen gehören zu den Schiffen einer Reederei, die ihm kein Glück brachte. 1981 war das Schicksalsjahr, in dem der heute 64-Jährige wie er rückblickend sagt "durchs Fegefeuer ging". Ein Traum bringt 200 Millionen Miese Positionierung als globaler Logistikdienstleister In den kommenden Jahren konnte er sein geschärftes unternehmerisches Gespür unter Beweis stellen. Mit Erfolg trieb Kühne den Wandel vom klassischen Spediteur zum Anbieter logistischer Dienstleistungen voran. Er investierte in weltumspannende Verteilerzentren und in die dazugehörige Informationstechnik. Als die Lonrho-Gruppe elf Jahre nach der Übernahme selbst in die Krise schlitterte, konnte er dank seiner Vorkaufsrechte und der wiedergewonnenen Ertragsstärke das zuvor abgegebene Paket kurzerhand zurückkaufen. Neue Heimat Schindellegi Daneben erhöhte Klaus-Michael Kühne den Streubesitz. Dennoch hält er, dessen Privatvermögen sich auf 2,5 Milliarden Mark beläuft, mit 57,75 Prozent im Wesentlichen den Logistikkonzern in der Hand, der einst als Speditionsunternehmen in einem winzigen Kontor in der Bremer Langenstraße 49 anfing, seinen Sitz später ins schweizerische Schindellegi verlegte und heute weltumspannend 13.000 Mitarbeiter beschäftigt. Katy Hillmann, manager-magazin.de