Die Riester-Rente: Zulagen bis 2008 - DER SPIEGEL
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Die Riester-Rente Zulagen bis 2008

Ab 2002 fördert der Staat die private Altersvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen - allerdings in einem recht komplizierten Staffelsystem, wobei sich die Förderung in vier Stufen bis zum Jahr 2008 schrittweise erhöht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die maximale Zulage erhält, wer ab 2002 jährlich ein Prozent, ab 2004 zwei Prozent, ab 2006 drei Prozent und ab 2008 vier Prozent seines versicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens für die private Altersrente spart. Wer zum Beispiel ab 2008 zwei statt vier Prozent zurücklegt, erhält nur die Hälfte der Zulage.

Ein kinderloser Single mit einem Bruttoeinkommen von 30.000 Mark muss im Jahr 2008 also 1200 Mark (vier Prozent) sparen, um die Zulage voll auszuschöpfen. Er selbst zahlt dann 900 Mark, der Staat gibt 300 Mark dazu.

Die Riester-Zulagen1)
Veranlagungs-
jahr
Grundzulage
(in Mark)
Kinderzulage
(in Mark)
Steuervorteil 2)
(in Mark)
2002 - 2003 75 90 bis 1026
2004 - 2005 150 190 bis 2053
2006 - 2008 225 270 bis 3080
ab 2008 jährlich 300 360 bis 4107
Quelle: BMA
1) Angegeben sind die Höchstbeträge.
2) maximaler Sonderausgaben-Abzug bei der Einkommenssteuer-Erklärung. Fördergelder (Grund- und Kinderzulagen) zählen mit.

Für Ehepaare gelten die doppelten Zulagen, wenn der Ehepartner nicht berufstätig und sozialversicherungspflichtig ist, aber einen eigenen Vorsorgevertrag abschließt. Ein Ehepaar mit einem Kind und einem Einkommen von 70.000 Mark, das ab dem Jahr 2008 2800 Mark (vier Prozent) fürs Alter zurücklegt, erhält folgende Zulagen: zweimal 300 Mark für jeden Ehepartner plus 360 Mark für das Kind, also 960 Mark. Die Familie muss folglich 1840 Mark selbst zahlen.

Für viele Anleger, die höhere Beiträge in ihre private Altersvorsorge einzahlen, wird die Steuerersparnis attraktiver sein als die direkte Zulage. Ab 2002 können Sparer bei Ihrer Einkommenssteuererklärung bis zu 1026 Mark als Eigenvorsorge geltend machen, wenn sie in entsprechende "Riester-Verträge" einzahlen. Der Steuervorteil steigt bis zu 4107 Mark ab dem Jahr 2008.

Beispiel: Ein Ehepaar, das ab 2008 jährlich 6000 Mark in eine private Rentenversicherung oder einen Renten-Fonds einzahlt, genießt bei einer Steuerbelastung von 33 Prozent 2000 Mark Steuervorteil. Dabei erkennt der Staat auch die eigenen Zulagen, in diesem Beispiel zweimal 300 Mark, als Altersvorsorge an. Das Paar muss also nur 5400 Mark selbst aufbringen.

Das Finanzamt prüft anschließend, ob die Steuerersparnis höher ist als die gezahlte Zulage, und erstattet die Differenz. In unserem Beispiel würde der Fiskus dem Paar 1400 Mark (2000 Mark Steuervorteil minus 600 Mark gezahlte Zulage) nachträglich erstatten. Bei hohen Einkommen dürfte es sich also lohnen, den Steuervorteil auszuschöpfen.