Die vier »C«
Vier von fünf Diamanten, die aus Vulkanschloten oder, wie in Namibia, aus Schwemmsand gefördert werden, finden Einsatz in der Industrie, etwa als Bohrköpfe. Das meiste Geld allerdings wird mit Schmuckdiamanten verdient. 90 Prozent der Umsätze kommen aus diesem Bereich.
Der Förderaufwand ist gewaltig. Im Durchschnitt müssen 250 Tonnen Gestein bewegt werden, um einen Stein zu gewinnen, der nach dem Schleifen zum Schmuckdiamanten noch ein Gewicht von einem Karat hat. Die vier »C« bestimmen den Wert.
Caratweight (Karatgewicht): Ein Karat ist in 100 Punkte eingeteilt und entspricht 0,2 Gramm. Die Preissprünge beim Gewicht sind beachtlich. Ein 0,5-Karäter kostet schon leicht das Dreifache eines nur halb so großen Steins. Der Sprung von nur zwei Punkten auf zehn Karat verteuert einen Stein leicht um 30 Prozent.
Clarity (Reinheit): Ein Diamant soll keine sichtbaren (Kohlenstoff-) Einschlüsse haben, sie behindern den Weg des Lichts.
Colour (Farbe): Es gibt viele Abstufungen bis zum Ideal, dem hochfeinen Weiß.
Cut (Schliff): Mit ihm sollen die optimalen Proportionen eines Diamanten so herausgearbeitet werden, daß er ein Maximum des aufgenommenen Lichts reflektiert. Der Schliff darf nicht mit der Schliffart - etwa brillant - verwechselt werden.