Discount-Attacke Telekom startet Billigmarke Congstar
Bonn - "Congstar macht Telekommunikation so einfach wie Fastfood", jubelte der Chef der neuen Telekom -Billigmarke, Alexander Lautz, bei der Präsentation des neuen Discount-Angebots. Congstar besteht aus einem Bausteinsystem aus verschiedenen Telefon-, Internet- und Mobilfunktarifen, die individuell zusammengesetzt werden können.
Ein DSL-Internetanschluss für grenzenloses Surfen etwa kostet monatlich 31,40 Euro. Dazu gibt es verschiedene Extras wie höhere DSL-Geschwindigkeiten oder eine DSL-Telefon-Flatrate. Ein Pauschaltarif für Festnetztelefonate kostet weitere acht Euro im Monat, Handy-Telefonate in das Mobilfunknetz 19 Cent pro Minute. Eine Grundgebühr fällt nicht an. Mindestvertragslaufzeiten gibt es laut Congstar nicht - alle Produkte seien mit einer Frist von zwei Wochen zum jeweiligen Monatsende kündbar.
Die Telekom steht in Deutschland unter Zugzwang. Im Heimatmarkt verlor das Unternehmen im vergangenen Jahr zwei Millionen traditionelle Festnetzanschlüsse an die Konkurrenz - in diesem Jahr soll der Kundenschwund unverändert hoch bleiben. Mit dem Start von Congstar will Vorstandschef René Obermann einen Teil der Wechsler zurückgewinnen. Denn es sind unter anderem Anbieter von Billig-Handytarifen wie Simyo oder blau.de, die der Telekom das Leben schwer machen.
Gegen sie ist Congstar in erster Linie gerichtet. Auch die Tarifbausteine der Telekom-Billigmarke können nur über das Internet und per Telefon bestellt werden. Bis 2010 soll Congstar beim Umsatz die Marke von einer Milliarde Euro durchbrechen. Ein erreichbares Ziel, glaubt Lautz: Das Congstar-Angebot sei flexibler als das der Konkurrenz.
ase/dpa-AFX/ddp