Discounter Aldi & Co. begeistern Konsumenten
Frankfurt am Main - Der Marktanteil von Aldi, Lidl und Co. lag im Jahr 2006 um 1,2 Punkte höher als noch im Jahr davor und stieg auf 41,1 Prozent. Insgesamt legte der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriemärkten um 1,5 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro zu, wie die Frankfurter Marktforscher von AC Nielsen heute berichteten. Dabei hätten sich die besonderen Einflüsse des vergangenen Jahres wie die Fußball-Weltmeisterschaft allerdings nicht sonderlich bemerkbar gemacht.
Am ungebremsten Zulauf der Discounter war Branchenprimus Aldi überproportional beteiligt: Aldi steigerte seinen Umsatz laut AC Nielsen um 4,2 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Unterm Strich gaben die Kunden der Studie "Universen 2007 - Handel und Verbraucher in Deutschland" zufolge nicht nur mehr Geld pro Einkauf bei den Discountern aus, sondern gingen auch häufiger dorthin als im Jahr zuvor. Allein bei Aldi gaben die Verbraucher im Jahr 2006 durchschnittlich 568 Euro aus.
Zu den Gewinnern zählten auch die Drogeriemärkte mit einem Umsatzplus von 4,7 Prozent bei nahezu konstanter Ladenfläche. Leichte Einbußen mussten laut AC Nielsen mit einem Minus von einem Prozent die großen SB-Warenhäuser verkraften, deren Fläche ebenfalls nahezu unverändert blieb. Kleine Verbrauchermärkte konnten sich dagegen behaupten, während klassische Supermärkte ein Umsatzminus von 5,7 Prozent verzeichneten. Das ist den Marktforschern zufolge auf eine hohe Schließungsrate von sieben Prozent zurückzuführen.
Paare mittleren Alters ohne Kind sowie Familien mit Kindern zwischen sechs und 17 Jahren gehörten 2006 laut Studie zu den ausgabefreudigsten Verbrauchern. In diesen Gruppen seien überproportional hohe Ausgabesteigerungen zu beobachten. Allerdings bleibe das Preisbewusstsein hoch.
Gesunde Ernährung steht bei knapp der Hälfte der Haushalte ganz hoch im Kurs. Auch der Trend zu Produkten mit gesundheitsförderndem Zusatznutzen ist laut AC Nielsen ungebrochen: 30 Prozent der Haushalte entschieden sich beim Einkauf für solche Produkte. Gentechnisch veränderte Produkte lehnten dagegen knapp 50 Prozent der Verbraucher ab, jedoch sei die Tendenz rückläufig.
sam/AP