Discounter-Krieg: Aldi-Süd wehrt sich gegen Bsirske - DER SPIEGEL
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Discounter-Krieg Aldi-Süd wehrt sich gegen Bsirske

Der Discounter Aldi-Süd hat sich gegen die Vorwürfe der Gewerkschaft ver.di gewehrt, seinen Beschäftigten Arbeitsbedingungen wie im 19. Jahrhundert zuzumuten. Eine Sprecherin nannte die Behauptungen "tendenziös", ver.di-Chef Bsirske habe nicht "vertiefend recherchiert".
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Mühlheim/Ruhr - In einer Stellungnahme gab Aldi-Süd bekannt, man halte sich grundsätzlich an alle Bestimmungen des Tarifvertrages. Das Unternehmen verwies auf die gute Ausbildung, die den Mitarbeitern erwiesenermaßen zuteil werde.

Eine Aldi-Sprecherin betonte, dass alle Mitarbeiter ein übertarifliches Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und vermögenswirksame Leistungen bezögen. Zudem lege das Unternehmen Wert auf eine geregelte Arbeitszeit, auf Teamgeist und ein gutes und ausgeglichenes Arbeitsklima sowie auf Offenheit und Fairness im partnerschaftlichen Umgang miteinander.

Ver.di-Chef Frank Bsirske hatte Aldi-Süd, aber auch den Discounter-Ketten Lidl und Schlecker am Montag vorgeworfen, Druck auf die Mitarbeiter auszuüben. Betroffen seien insbesondere Kranke und Schwangere. Aldi-Süd, so Bsirske, sei schnell mit Entlassungen bei der Hand, missachte Tarifverträge und Arbeitnehmerschutzgesetze. Mehrarbeit werde bei Aldi-Süd oft nicht bezahlt. Auf die Hauptkritik von ver.di, die Discounter behinderten massiv die Bildung von Betriebsräten, ging der Discounter nicht ein.