Discounter: US-Markenhersteller buhlen um Lidl - DER SPIEGEL
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Discounter US-Markenhersteller buhlen um Lidl

Lange haben sich große amerikanische Markenkonzerne dagegen gewehrt, ihre Waren bei deutschen Billiganbietern wie Aldi oder Lidl zu verkaufen. Zumindest Lidl aber bändelt derzeit mit einigen großen Herstellern aus den USA an.
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Washington - Derzeit verhandele der US-Konsumgüterhersteller Kimberly-Clark mit Lidl, berichtet die "Financial Times". Demnach will der Produzent von Kleenex-Taschentüchern seine Produkte bei der nach Aldi zweitgrößten deutschen Discounter-Kette verkaufen. "Wir sprechen mit Discountern, um unsere Marken in ihre Läden zu bringen", sagte ein Kimberly-Clark-Sprecher.

Kimberly-Clark wäre der zweite große Markenproduzent, der Waren mit seinem Namen in die Regale der Neckarsulmer stellt. So verkauft Lidl seit kurzem auch Produkte von Procter & Gamble   wie etwa Pampers-Windeln. Mit Sara Lee wirbt ein weiterer US-Vertreter der Branche nach eigene Angaben "sehr aggressiv" um Billiganbieter in Europa.

Der Einstieg der großen Markenartikler zeigt, dass die Billigheimer bei den US-Herstellern als Vertriebskanal hoffähig werden. Bislang hatten sich die Konzerne davor gescheut, ihre Marken dort zu verkaufen. Zu groß war die Furcht vor einem Imageschaden. Angesichts des Erfolgs von Aldi und Co. kommen die Unternehmen nun offenbar nicht mehr an den Discountern vorbei.

Lidl bietet bereits einen Mix aus Eigen- und Markennamen in seinen Filialen an. Marktführer Aldi setzt dagegen weitgehend auf Handelsmarken, die allerdings häufig von Markenherstellern produziert und nur unter anderem Namen verkauft werden.