Diskreter Transfer - DER SPIEGEL
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AFFÄREN Diskreter Transfer

• aus DER SPIEGEL 40/2003
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MobilCom-Gründer Gerhard Schmid droht weiterer Ärger mit der Justiz. Nachdem die Staatsanwaltschaft Kiel Ende August Anklage gegen Schmid wegen Untreue zu Lasten der MobilCom AG beim Landgericht eingereicht hat, laufen auch noch Ermittlungen wegen des Verdachts der Zwangsvollstreckungs-Vereitelung. Es geht dabei um einen Kredit über 200 Millionen Mark, den Schmid im September 2000 mit der Sachsen LB vereinbart hatte. Das Geld sollte zur Finanzierung eines gigantischen Immobilienprojekts verwendet werden, das Schmid an der Kieler Förde geplant hatte. Als die 5,7 Millionen MobilCom-Aktien, die Schmid als Sicherheit an die Sachsen LB verpfändet hatte, im Zuge des Aktiencrashs immer mehr an Wert verloren, forderte die Bank Nachbesserungen und verlangte schließlich im März 2002 die sofortige Rückzahlung des Kredits. Dazu kam es nicht, und die Bank leitete die Zwangsvollstreckung ein. Um die zu vereiteln, so der Verdacht der Staatsanwälte, soll Schmid Teile seines Vermögens beiseite geschafft haben. Dabei verfolgen die Ermittler auch eine Spur nach Liechtenstein. Auf eine dort ansässige Firma namens Barezzi Trust soll Schmid, so der Verdacht, seine Anteile an verschiedenen norddeutschen Firmen übertragen und so dem Zugriff des Gerichtsvollziehers entzogen haben. Schmid bestätigt, im November 2002 »Geschäftsanteile an insgesamt drei Firmen an eine ausländische Gesellschaft verkauft« zu haben. An dieser Gesellschaft sei er jedoch nicht beteiligt. Als Grund für den Verkauf sagt Schmid: »Bei allen drei Firmen war eine drastische Verschlechterung der Geschäftslage abzusehen.«

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