Dofasco-Übernahme: ThyssenKrupp erleidet Niederlage - DER SPIEGEL
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Dofasco-Übernahme ThyssenKrupp erleidet Niederlage

Im Streit um die Übernahme der kanadischen Stahlfirma Dofasco hat der ThyssenKrupp-Konzern eine herbe Niederlage einstecken müssen. Ein Gericht in den Niederlanden wies eine Klage ab - damit hat Thyssen kaum noch Chancen, den Konkurrenten zu übernehmen.
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Rotterdam - Ein Zivilgericht im niederländischen Rotterdam wies eine Klage von ThyssenKrupp   gegen den europäischen Konkurrenten Mittal Arcelor auf Herausgabe des Unternehmens zurück. Mittal   habe alles in seiner Macht Stehende getan, um Dofasco an ThyssenKrupp abzugeben, was rechtlich aber nicht möglich sei, hieß es zur Begründung. Gegen das Urteil ist Berufung möglich.

"Der Erwerb von Dofasco ist damit in weite Ferne gerückt", sagte ein ThyssenKrupp-Sprecher in Düsseldorf. Der Konzern werde sich jetzt als Alternative auf den Neubau eines Stahlwerks in den USA konzentrieren.

Mittal hatte ThyssenKrupp während der monatelangen Übernahmeschlacht mit Arcelor   im vergangenen Jahr die Abgabe von Dofasco versprochen. Arcelor überführte die kanadische Firma daraufhin in eine Stiftung, um einen Verkauf unmöglich und sich selbst weniger attraktiv für Mittal zu machen. Arcelor Mittal sieht sich nach der vollzogenen Fusion nun außer Stande, Dofasco wieder aus der Stiftung zu lösen.

ThyssenKrupp kann sich nach einem Urteil fast keine Hoffnungen mehr auf eine Übernahme des kanadischen Konkurrenten Dofasco machen. ThyssenKrupp hatte den Bieterkampf um Dofasco Anfang verloren, sich dann aber weiter für einen Kauf stark gemacht und darauf gesetzt, dass Mittal Dofasco an die Düsseldorfer weiterreicht.

tim/AFP/Reuters/dpa