Dollar-Schwäche: Euro steigt über 1,24 Dollar - DER SPIEGEL
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Dollar-Schwäche Euro steigt über 1,24 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Mittwoch erstmals die Marke von 1,24 Dollar durchbrochen. Marktbeobachter erwarten nur dann eine Trendwende, wenn sich die Notenbanken einschalten.
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Frankfurt am Main - Der Euro (Chart)  eilt auf seinem Höhenflug von einem Allzeithoch zum nächsten: Nach mehreren Bestmarken binnen weniger Stunden stieg der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung gegen 18.40 Uhr auf 1,2421 Dollar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs noch vor dem Kursfeuerwerk des Nachmittags auf 1,2337 (Dienstag: 1,2339) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8106 (0,8104) Euro.

"Der Höhenflug ist nur mit Interventionen der Notenbanken zu stoppen", sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Allerdings gebe es derzeit keine Anzeichen für eine konzertierte Aktion der Währungshüter. Die Schmerzgrenze für Eingriffe sieht Fritsch erst bei Kursen von 1,25 bis 1,30 Dollar. Doch die Marke von 1,25 Dollar rücke beständig näher. "Bereits am Jahresende könnte sie überschritten werden."

Derzeit dominiere eine "sehr negative Einschätzung" gegenüber dem Dollar das Geschehen, sagte Fritsch. Angesichts der jüngsten Verbraucherpreisdaten aus den USA herrsche am Markt die Sicht vor, dass die US-Notenbank den Leitzins noch für eine längere Zeit niedrig halten werde. Dollaranlagen erschienen damit wenig attraktiv.

Wie stabil der Euro-Aufwärtstrend ist, zeigen auch die eher kümmerlichen Kursrückschläge in jüngster Zeit. "Eigentlich wäre es höchste Zeit für eine echte Korrektur", sagte Fritsch angesichts des Kurssprungs des Euro um knapp fünf US-Cent innerhalb von nur 14 Handelstagen. Doch derzeit werde jeder Kursrückgang am Markt als Kaufgelegenheit genutzt. In diesem Jahr verzeichnete der Euro gegenüber dem Dollar eine Wertsteigerung von 18 Prozent.