Dosenpfand: Schnelle Wirkung - DER SPIEGEL
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Dosenpfand Schnelle Wirkung

Das von der Bundesregierung geplante Pfand auf Dosen und Einwegflaschen wird den zuletzt schrumpfenden Anteil ökologisch vorteilhafter Mehrweg-Verpackungen voraussichtlich wieder erhöhen.
Von Gerd Rosenkranz
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Das geht aus Datenerhebungen des Marktforschungs-Unternehmens AC Nielsen aus den Jahren 1988 bis 1990 hervor, die Nielsen vorletzte Woche auf einem Fachkongress in Bad Homburg erstmals öffentlich präsentierte. Damals hatte CDU-Umweltminister Klaus Töpfer schon einmal ein Zwangspfand von 50 Pfennig auf Kunststoff-Getränkeverpackungen durchgesetzt.

Binnen zwei Jahren stieg daraufhin zum Beispiel der Anteil von Mehrwegflaschen bei stillem Mineralwasser von 69 auf 85 Prozent. Selbst in Billigläden, traditionell auf Ex- und Hopp-Behälter eingeschworen, verdoppelte sich die Mehrwegquote von 22 auf 44 Prozent. In der erbitterten Auseinandersetzung um das für Anfang 2002 geplante Dosenpfand hatten Wirtschafts- und Einzelhandelsverbände, aber auch Umweltorganisationen die ökologische "Lenkungswirkung" des Pfands in Frage gestellt.