Dot.com-Sterben Letztes Zucken bei LetsBuyIt.com
Auf Anweisung des Amsterdamer Gerichts darf der angeschlagene Internet-Händler LetsBuyIt.com zur Zeit keine Produkte mehr kaufen oder verkaufen. Dies verbiete das niederländische Recht, erklärte Ernst Bokenkamp, ein geschäftsführender Direktor des schwedisch-britischen Unternehmens.
Das so genannte Moratorium, das nach Auskunft von Experten nur durch zahlungsunfähige Unternehmen erfolgt, läuft im März aus. Es könnte allerdings noch verlängert werden, sagte der Geschäftsführer. Davor jedoch erörtern vom Gericht bestimmte Treuhänder mit der Geschäftsführung die finanzielle Situation eines Unternehmens. Gemeinsam erarbeiten sie dann einen Finanzierungsplan. Bokenkamp rechnet weiterhin damit, ab 2003 schwarze Zahlen zu schreiben.
"Wir brauchen Zeit, um neue Partner zu finden oder neues Kapital aufzunehmen", erklärte Bokenkamp. Obgleich LetsBuyIt.com noch über genügend Gelder zur Fortführung der Geschäft verfüge, sei das Moratorium "der richtige Schritt" für das Unternehmen gewesen. Das beantragte Moratorium "friere" LetsBuyIt.com in seiner momentanen Situation ein.
Der niederländische Internet-Händler, der Verbrauchern durch gemeinschaftliche Online-Käufe Preisnachlässe bei verschiedenen Produkten ermöglicht, hat nach Angaben Bodenkamps mehr als 1,1 Millionen Kunden in 14 Ländern. Das Unternehmen startete in Schweden und hat seinen Firmensitz nun in Amsterdam. Die Hauptverwaltung sitzt in London.