Dot.com-Sterben Pleitewelle rollt immer schneller
San Francisco - Nach der Untersuchung der Beratungsfirma Webmergers haben allein im Dezember 40 Unternehmen aufgegeben, in dieser Zeit lösten sich etwa 1,5 Milliarden Dollar an Wagniskapital in Luft auf. In den ersten neun Monaten des Jahres registrierte Webmergers nur 89 Firmenzusammenbrüche, in den letzten drei Monaten waren es schon 121.
Den größten Anteil an den Pleiten hatten Internetfirmen, die sich mit ihren Angeboten an Konsumenten wendeten. Rund drei Viertel der Zusammenbrüche 2000 entfielen auf diesen Bereich, etwa die Hälfte der Konkurse meldeten reine E-Commerce-Unternehmen an. Insgesamt führten die Firmenschließungen in den USA zur Streichung von 12.000 bis 15.000 Stellen im Internet-Business.
Fast ein Drittel der Firmen wurde Webmergers zufolge in Kalifornien geschlossen, jeweils zehn Prozent in New York und Massachusetts. Europa traf es im Jahr 2000 noch nicht so hart. Insgesamt rund elf Prozent der Insolvenzen wurden aus Westeuropa gemeldet.