Dot-Flop: Intershop in tiefrot - DER SPIEGEL
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Dot-Flop Intershop in tiefrot

Das E-commerce-Softwarehaus Intershop ist noch tiefer ins Minus gerutscht als zu Jahresbeginn befürchtet. Auf Gewinne hofft man erst gegen Ende diesen Jahres. Die Aktie stürzte ins Bodenlose.
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Hamburg - Am 1. Januar 2001 hatte es bei Intershop noch geheißen, der Nettoverlust im vierten Quartal werde zwischen 30 und 32 Millionen Euro liegen, nun beträgt er 32,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bedeutet das einen Nettoverlust von 39,3 Millionen Euro gegenüber 1,84 Millionen Euro.

Beim Umsatz des Anbieters von e-business-Software kam es im Gesamtjahr zu einem Wachstum um 166 Prozent auf 123,0 (46,3) Millionen Euro. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2001 von einem Umsatz zwischen 140 und 160 Millionen Euro aus. Der Verlust soll etwa auf Vorjahresniveau bleiben.

Trotz vieler neuer Kunden endete das vierte Quartal sehr enttäuschend, kommentierte Intershop-Chef Stephan Schambach die Entwicklung seines Unternehmens. Während auf dem Heimatmarkt ein deutliches Umsatzwachstum um 22 Prozent verzeichnet wurde, mussten in Amerika starke Einbußen hingenommen werden.

Als Reaktion auf die Umsatzschwäche in den USA wird Intershop die US-Strategie überdenken. Das Unternehmen will sich hier auf ausgewählte Business-to-business-Märkte konzentrieren, wo das Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil sieht. Die zweite Maßnahme sei eine Verschlankung der globalen Organisation. Im Januar wurden weltweit rund 200 Stellen abgebaut.

Am Frankfurter Aktienmarkt wurde Intershop hart abgestraft. Die Aktie des Unternehmens verlor bereits in der ersten halben Stunde rund 25 Prozent ihres Wertes.

Intershop wird gegen 17 Uhr in einem Conference Call über die weitere Strategie informieren. Er kann live im Internet auf den Internet-Seiten von Intershop  verfolgt werden.