DoubleClick Microsoft und Google kämpfen um Online-Werbefirma
New York - Google liefert sich offenbar einen Bieterwettbewerb mit dem weltweit größten Software-Konzern Microsoft . Mit Googles Einstieg in das Ringen um DoubleClick dürfte sich der Kaufpreis des Unternehmens verteuern, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Materie vertraute Personen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Microsoft den Bieterwettstreit gewinne, sei gesunken, seit der potentielle Preis auf über zwei Milliarden Dollar gestiegen sei. Allerdings sei es möglich, dass der Softwarekonzern nachlege.
DoubleClick sondiert den Angaben zufolge den Markt für einen Verkauf und verhandelt unter anderem mit Microsoft. Sowohl Yahoo als auch die Time-Warner-Tochter AOL online hätten ebenfalls bereits Gespräche mit DoubleClick geführt. Es sei aber unklar, ob AOL - einer der größten DoubleClick-Kunden - noch im Rennen sei. Der Sieger des Bieterverfahrens könne schon in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden, hieß es weiter.
Sprecher von Google, Microsoft und DoubleClick wollten keine Stellungnahme abgeben, während eine Sprecherin von Yahoo nicht erreichbar war. Auch ein Sprecher der US-Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman, die einen Mehrheitsanteil an der umworbenen Gesellschaft hält, wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Mitte 2005 hatte Hellman & Friedman DoubleClick für 1,1 Milliarden Dollar erworben.
Das Bieterverfahren sei Teil eines größeren Ringens der vier bedeutenden Internetunternehmen um das lukrative Geschäft mit Online-Werbung. Der Wettbewerb verdeutliche zugleich die Sorge vor einem steigenden Einfluss von Google in der Branche, sagten die mit der Situation vertrauten Personen.
wal/Reuters/ddp