Dresdner Bank: Jede vierte Filiale wird geschlossen - DER SPIEGEL
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Dresdner Bank Jede vierte Filiale wird geschlossen

Die Dresdner Bank wil ihre Filialen um 300 auf 850 reduzieren. Vorstandschef Bernd Fahrholz kündigte auf der Hauptversammlung außerdem an, 5000 Stellen zu streichen.
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Frankfurt am Main - Nach den Worten von Fahrholz sollen die Arbeitsplätze vor allem im Privatkundengeschäft wegfallen. Die Bank sei im Filialgeschäft nicht ausreichend profitabel, sagte er. Ziel sei es, die Kosten um rund eine Milliarde Mark pro Jahr zu senken.

"Dazu werden wir sozialverträglich rund 5000 Arbeitsplätze abbauen", sagte Fahrholz. Davon entfielen rund 2900 auf das Privatkundengeschäft und weitere 2100 auf eine "Straffung von Arbeitsprozessen". Durch die Umstrukturierung wird nach Angaben der Bank ein einmaliger Aufwand von etwa einer Milliarde Mark nötig. Zuletzt beschäftigte die Dresdner Bank im Inland rund 42.000 Menschen.

Die Dresdner Bank will sich laut Fahrholz stärker im Investment Banking und in der Vermögensanlage positionieren. Dabei soll die Dresdner Kleinwort Benson (DKB) zu einer führenden europäischen Investmentbank ausgebaut werden. Gleichzeitig will die Dresdner Bank das Geschäft als Beraterbank mit dem Schwerpunkt Vermögensaufbau und Vermögensanlage weiter entwickeln. Das elektronische Geschäft im Internet soll als zentrales Geschäftsfeld der Zukunft ausgebaut werden.

Die gescheiterte Fusion mit der Deutschen Bank hat den Gewinn der Dresdner Bank im ersten Quartal 2000 erheblich belastet. Der Überschuss sei um 50,4 Prozent auf rund 260 Millionen Mark gesunken, teilte die Bank mit. Im Quartalsabschluss seien Belastungen von etwa 860 Millionen Mark für Sonderzahlungen des Konzerns "zur Sicherung seiner Wettbewerbsposition" enthalten. Dahinter verbergen sich vor allem Sonderzahlungen für Mitarbeiter der Investmentbank-Tochter Dresdner Kleinwort Benson, um diese im Unternehmen zu halten.

Der Kurs der Dresdner-Bank-Aktie gab nach der Ankündigung des Stellenabbaus überdurchschnittlich nach und wurde am Mittag um gut dreieinhalb Prozent niedriger gehandelt.