Dresdner Bank: Schwaches Quartal - DER SPIEGEL
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Dresdner Bank Schwaches Quartal

Die Dresdner Bank konnte sich nicht gegen die Schwäche des Kapitalmarktes behaupten. Analysten zeigten sich enttäuscht.
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Frankfurt am Main - Die Dresdner Bank konnte ihren Gewinn im ersten Quartal 2001 nur leicht steigern. Wie das Geldhaus mitteilte, legte der Gewinn vor Steuern im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 253 Millionen Euro (rund 495 Millionen Mark) zu. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 19 Prozent auf 159 Millionen Euro.

Die Spitzenwerte des Vorjahresquartals seien erwartungsgemäß nicht zu erreichen gewesen, hieß es weiter. Dies rechtfertigte die Bank mit den Turbuluenzen an den internationalen Kapitalmärkten.

Das Institut lag mit seinen Zahlen unter den Prognosen von Analysten, die einen Nachsteuergewinn im Bereich von 175 Millionen bis 215 Millionen Euro erwartet hatten. Die Prognosen beim Vorsteuergewinn hatten auf 269 Millionen bis 360 Millionen Euro gelautet. Das Institut verwies außerdem darauf, dass verglichen zum vierten Quartal 2000 das Provisionsergebnis leicht gesteigert und das Handelsergebnis vervierfacht worden sei.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,2 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro und wurde von Experten als "hoch"empfunden. Die Bank will diesem Anstieg mit einem strafferen Kostenmanagement begegnen.

Aktionäre beschließen Erhöhung der Dividende

Die Aktionäre der Dresdner Bank beschlossen auf der Hauptversammlung mit großer Mehrheit eine Erhöhung der Dividende für 2000 auf 0,90 Euro je Aktie. Ferner billigten die Anteilseigner, die rund 53 Prozent des Grundkapitals des Konzerns repräsentierten, einen Aktienrückkauf in Höhe von rund zehn Prozent des Grundkapitals oder 140 Millionen Euro über die Börse. Damit will die Bank ihre Kriegskasse füllen, um schnell auf günstige Gelegenheiten zum Erwerb von anderen Unternehmen reagieren zu können.

Der Versicherer will bis zum 31. Mai ein formelles Angebot unterbreiten. Den Aktionären der Dresdner Bank soll dabei für zehn Aktien ein Allianz-Titel plus 200 Euro in bar geboten werden. Nach Ansicht von Analysten wird die Transaktion auf der Hauptversammlung kaum Diskussionsstoff liefern. Das Abfindungsangebot an die freien Aktionäre sei stark an den Allianz-Preis gekoppelt, Klagen seien bislang darüber nicht verlautet. Durch den Zusammenschluss der drittgrößten deutschen Bank und des größten europäischen Versicherungskonzerns wird der weltweit viertgrößte Finanzkonzern entstehen.