Dresdner Bank: Verdacht auf Insidergeschäfte - DER SPIEGEL
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Dresdner Bank Verdacht auf Insidergeschäfte

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt wegen Insiderhandels gegen Dresdner-Bank-Vorstand Bernd Voss. Profitiert haben soll die Industriellenfamilie Quandt.
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Berlin/Hamburg - Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtete darüber hinaus vorab, Voss habe im Frühjahr 1997, kurz vor der geplanten Übernahme des Stahlkonzerns Thyssen durch den Konkurrenten Krupp, für eine Million Mark Aktien der beteiligten Unternehmen erworben und kurz darauf mit hohem Gewinn verkauft. Er habe dabei im Auftrag des damaligen Aufsichtsrats-Chefs der Dresdner Bank, Wolfgang Röller, für die Familie Quandt gehandelt. Röller habe als Aufsichtsrat bei Thyssen über entsprechende Insider-Kenntnisse verfügt. Voss bestreite die Insidervorwürfe.

Ein Sprecher der Dresdner Bank bestätigte die Ermittlungen. Der Vorgang sei aber schon 1998 vom Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel und der Dresdner Bank Compliance Abteilung untersucht worden. "Es wurden keine Hinweise auf irgendwelche Verstöße gefunden", sagte der Sprecher. Das Aufsichtsamt sei 1998 voll informiert worden. Deshalb sei die Dresdner Bank überrascht, dass die Ermittlungen jetzt wieder aufgenommen wurden. Bei der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.