Dresdner Bank: Walter baut den Vorstand um - DER SPIEGEL
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Dresdner Bank Walter baut den Vorstand um

Knapp zwei Monate nach seinem Amtsantritt setzt der neue Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter Zeichen in der Personalpolitik. Ein Vorstand wechselt zur Mutter nach München, zwei hochkarätige Manager kommen von außen.
Von Georg Jakobs
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Heinrich Linz, Chief Risk Officer der Dresdner Bank, wird den Vorstand des Instituts nach Informationen von manager magazin verlassen und zur Muttergesellschaft Allianz nach München wechseln.

Dort soll er für Sonderprojekte im Risikomanagement des Bereichs Finanzanlagen/Beteiligungen zuständig sein. Der Aufsichtsrat der Bank wird sich in der kommenden Woche mit der Personalie befassen.

Als Linz' Nachfolger im Vorstand des Geldhauses wird dem Kontrollgremium Otto Steinmetz vorgeschlagen, zuletzt als Berater tätig und ehemals Leiter des Stabsbereichs Kreditrisikomanagement bei Walters früherem Arbeitgeber Deutsche Bank. Steinmetz war dort 1999 im Unfrieden ausgeschieden. Der Grund: Kompetenzstreitigkeiten im Kreditrisikocontrolling. Einen anschließenden Arbeitsgerichtsprozess hatte Steinmetz gegen die Deutsche Bank gewonnen.

Neben dem Ex-Deutschbanker hat Walter einen weiteren hochkarätigen Manager für die Dresdner gewonnen.

Dem Aufsichtsrat soll vorgeschlagen werden, Thomas K. Naumann zum Generalbevollmächtigten zu ernennen. Naumann kommt von der Commerzbank, wo er bisher der zweite Mann hinter dem scheidenden Finanzvorstand Axel Freiherr von Ruedorffer war.

Bei der Dresdner soll der Bilanzierungsexperte im Unternehmensbereich IRU eine leitende Funktion übernehmen; dort hat die Bank ihre nicht-strategischen und ihre Not leidenden Kreditengagements zusammengefasst.

Neben Naumann soll auch Baudouin Croonenberghs, Chief Operating Officer der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein, zum Generalbevollmächtigten ernannt werden.