Dresdner Bank: Zahlen besser als erwartet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Dresdner Bank Zahlen besser als erwartet

Die Dresdner Bank hat 2000 ihren Jahresüberschuss trotz Sonderbelastungen um mehr als 60 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro steigern können. Analysten hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt - Zu dem Ergebnis hätten allerdings günstige "steuerliche Wirkungen" beigetragen, teilte die Bank mit. Vor Steuern fiel der Gewinn des drittgrößten deutschen Bankkonzerns um 24 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr 0,90 Euro Dividende pro Aktie erhalten.

Die Gewinnrechnung des Dresdner Bank-Konzerns ist von mehreren gegenläufigen Sondereffekten geprägt. So wird die Risikovorsorge im Kreditgeschäft allein durch Wertberichtigungen bei der Tochter Deutsche Hyp mit 500 Millionen Euro belastet. Kosten für einen drastischen Konzernumbau schlagen zudem mit 480 Millionen Euro zu Buche.

Schließlich musste die Dresdner nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank 550 Millionen Euro "zur Sicherung der Wettbewerbsposition" aufwenden, unter anderem für hohe Sonderzahlungen an wichtige Manager. Im Gegenzug verbuchte die Bank rund 1,5 Milliarden Euro Gewinn aus dem Verkauf von Aktien der Münchener Rück.