Drogen in den USA: Kokainpreis steigt - Qualität sinkt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Drogen in den USA Kokainpreis steigt - Qualität sinkt

Auf dem US-Drogenmarkt herrscht offenbar ein Lieferengpass: Nach Angaben der amerikanischen Drogenaufsicht hat sich der Preis für Kokain in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Gleichzeitig ist der Reinheitsgrad gesunken. Die Behörde führt das auf die erfolgreiche Arbeit ihrer Fahnder zurück.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Der Preis für Kokain und die Synthetikdroge Methamphetamin ist in den USA in den vergangenen 21 Monaten sprunghaft angestiegen. Dagegen ließ die Reinheit der Drogen durch die Beimischung anderer Substanzen merklich nach, wie die US-Behörde zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität (DEA) am Donnerstag mitteilte.

Zwischen Januar 2007 und September 2008 erhöhte sich laut DEA der Preis für ein Gramm Kokain von 96,61 Dollar auf 182,73 Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 89 Prozent. Die Reinheit von Kokain sank im gleichen Zeitraum von 67 auf 46 Prozent. Bei Methamphetamin stieg der Grammpreis um 23 Prozent von 148,91 auf 184,09 Dollar, während die Reinheit um 8,3 Prozent abnahm.

In Bericht führte die Behörde die Entwicklung unter anderem auf die erfolgreiche Arbeit der Rauschgiftfahnder zurück, die der Drogenmafia in den USA, Mexiko und Kolumbien empfindliche Schläge versetzt habe. Die Preiserhöhungen stehen demnach im Zusammenhang mit dem erhöhten Risiko und dem schwindenden Nachschub. Die DEA-Fahnder stützen ihren Bericht auf die Analyse von 24.000 Kokain- und 58.000 Methamphetamin-Funden.

ssu/AFP

Mehr lesen über