Drohbrief-Kampagne: Kunden zeigen Inform AG an - DER SPIEGEL
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Drohbrief-Kampagne Kunden zeigen Inform AG an

Eine "Drohbrief"-Werbekampagne des Kölner Software-Unternehmens Inform AG fanden etliche Kunden überhaupt nicht witzig. Jetzt hat sich das Unternehmen entschuldigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Köln - Die Einladung zur Computermesse Cebit war alles andere als freundlich: "Wir wissen alles. Folge unseren Anweisungen, sonst bist Du erledigt. Keine Bullen, keine Tricks!", hieß es in dem Schreiben, das am Wochenende bekannt geworden war. Inform habe sich inzwischen schriftlich bei allen betroffenen Kunden für den "Drohbrief" entschuldigt, sagte die Marketingleiterin Felicia Krenek.

"Es sind eine ganze Menge Anzeigen eingegangen", sagte am Montag die Kölner Oberstaatsanwältin Regine Appenrodt. Die Justiz prüfe, ob ein Verdacht auf versuchte Nötigung oder Vortäuschung einer Straftat vorliege. Das mögliche Strafmaß reiche in beiden Fällen von einer Geldstrafe bis zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe.

Die Einladungen waren als Teil einer Werbekampagne für Sicherheits-Software gedacht. Inform habe sich dabei auf ein mit der Werbung beauftragtes Unternehmen aus Köln verlassen. Dieses hatte die Kampagne durch einen Anwalt geprüft und für rechtens befunden.

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