Drohender Streik Lufthansa-Tarifverhandlungen geplatzt
Frankfurt am Main - Es bleibt noch eine Galgenfrist, während derer der Flugverkehr ganz normal weiterläuft: Am kommenden Montag will Ver.di die Urabstimmung einleiten, sagte Verhandlungsführer Erhard Ott. Der Abstimmungsprozess könnte allerdings zehn Tage dauern. Unmittelbar nach dem Auszählen der Stimmen will die Gewerkschaft aber mit Arbeitskampfmaßnahmen beginnen - also Ende Juli, Anfang August und damit noch mitten in der Hauptreisezeit.
Lufthansa-Angestellte am Check-in-Schalter: Die Airline hatte dem Kabinen- und Bodenpersonal zuletzt 6,7 Prozent mehr Lohn in zwei Schritten geboten
Foto: APDie Verhandlungen waren in der Nacht gegen drei Uhr nach einem 14-stündigen Marathon vertagt worden. Die Gewerkschaft fordert für die rund 52.000 Beschäftigten eine Gehaltserhöhung um 9,8 Prozent. Die Lufthansa bot zuletzt an, die Löhne der rund 52.000 Beschäftigten ab dem 1. Juli 2008 um 4,6 Prozent anzuheben und zum 1. Juli kommenden Jahres noch einmal um 2,1 Prozent.
Zusätzlich bot die Lufthansa dem Boden- und Kabinenpersonal bis spätestens August eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent eines Jahresgehalts an.
ase/dpa-AFX/AP/AFP